Frische Fische fischt Fischer Sigi

1,572 views

Schon von klein auf faszinierten Siegfried Gruber aus Reichenau die Fische. Was als Hobby mit ein paar Weihern im Wald begann, endete mit der höchstgelegenen Aquakultur Österreichs. Die Entscheidung, sein Hobby Fischzucht zum Beruf zu machen fiel vor zwei Jahren. Eigentlich ist er gelernter Zimmerer, doch seine Fische schmeckten den Kunden einfach zu gut… und so stürzte er sich in das Abenteuer Selbstständigkeit.

Leckerer Fisch

Kurz vor der Mautstelle Nockalmstrasse liegt die Fischzucht  mit derzeit ca. 40.000 Natursaibling und Regenbogenforellen. Nachgezüchtet wird nur mehr der Saibling. Der Edelfisch unter den Forellen verträgt einfach die Höhenlage besser und fühlt sich bei den niedrigen Temperaturen auf 1300 m erst so richtig wohl.

Da der Saibling im kalten Wasser langsamer wächst als andere Speisefische ist er in der Zucht allerdings nicht allzu beliebt. Doch der Geschmack und die Qualität des Fischfilets kommen bei den Endkunden einfach an. Die Bio-Bewegung oder Slowfood zeigen, dass die Menschen wieder mehr Wert auf Qualitätsprodukte legen und am liebsten mit eigenen Augen sehen wollen woher die Lebensmittel stammen.

Fischzucht

So ist es nicht verwunderlich, dass zu den Großabnehmern der Saiblingsfilets die gehobene Gastronomie in Kärnten zählt. Vom Kirchheimerhof in Bad Kleinkirchheim bis hin zum Casino Velden sind die Leute auf den „Gebirgs-Fisch-Geschmack“ gekommen. Doch auch im Einzelverkauf klappt es mit der Mundpropaganda schon ganz gut. Selbst Klagenfurter kommen regelmäßig in der „Fischerstube“ vorbei, um vor Ort zu essen und sich wieder mit rohen und geräucherten Fischen einzudecken.

Natursaibling

… und näher dran an den Produkten könnte ich tatsächlich nicht sein. Wenn nach dem Rundgang zwischen den Teichen, das gebratene Saiblingsfilet in Mandelbutter mit Petersiel-Kartoffeln vor mir auf dem Teller liegt. Fischkino im Schauweiher inklusive.

An guadn!


8 Kommentare für diesen Eintrag

  • Christine Aigner

    Herrlicher kann ein Fischaufzucht-Betrieb nicht liegen;
    frischer und besser kann man einen Saibling nicht zubereiten;
    engagiertere Betreiber eines Familienunternehmens sind nicht vorstellbar.
    Fazit: Note 1

    Danke für den Superlink.

  • Beauci

    Bei Sigi vorbei zu schauen und einen Natursaibling zu “inhalieren” – beides Genuß pur.

  • Raich

    Fische super schmackhaft, einfach Spitze.Chef ein toller Typ.Dialekt etwas schwer verständlich (auch für einen BAYERN).Kommen gerne wieder Familie Raich aus Königsbrunn b.Augsburg

  • Kurt

    Fremdsprachen muß man halt beherrschen, lieber Raich. Aber, wenn auch nicht, eine Halbe und ein Fischfilet verbindet.
    Ein Wahlbayer

  • Tierfreund

    Hey, Danke. Super Post :) Ich habe deinen Blog gleich mal per RSS abonniert
    VG der Tierfreund

  • Harry

    Sehr interessanter Beitrag. Vielen Dank dafür. Der Saibling ist auch einer meiner liebsten Fische, vor allem eben wegen des großartigen Geschmacks. Ich war tatsächlich vor kurzem erst zum Fischen an einem Bergsee auf 2200 Meter Höhe, der voll mit Saiblingen war. Sehr außergewöhnlich aber unbedingt zu empfehlen.

  • Helmut

    Sehr schöne Bilder. Wirklich toll gemacht.
    Nur die wenigsten wissen, wie schwer es ist, Fische im Wasser zu fotografieren. Wirklich super, tolle Bilder.
    Auch der Bericht ist sehr informativ, klasse.

  • Marcus

    Tolle Erfolgsgeschichte. Da sieht man, dass man auch mit Fischerei Geld verdienen kann, ohne Robben oder Delfine zu abzuschlachten. Da wünsche ich doch auch weiterhin viel Erfolg.

Schreiben Sie einen Kommentar


Als E-Mail versenden